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Holocaust-Gedenkveranstaltung gestört

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Eine Holocaust-Gedenkveranstaltung der Botschaft des Staates Israel in Berlin ist von Unbekannten gestört worden. Ein Video-Chat in der Anwendung Zoom mit dem 77-jährigen Holocaust-Überlebenden Tswi Herschel sei von antisemitischen Tätern mit Hitler-Bildern und Parolen verunglimpft worden, erklärte der israelische Botschafter in Deutschland, Jeremy Issacharoff.

Anlass der Videokonferenz war der nationale israelische
Holocaust-Gedenktag Jom Hashoa. Während des Holocausts wurden circa sechs Millionen Juden durch das nationalsozialistische Regime ermordet.

Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Uwe Becker, sprach von einem antisemitischen Angriff auf israelisches
Holocaust-Gedenken. Er kündigte in Berlin an, Anzeige wegen Volksverhetzung zu stellen: «Wer selbst das Gedenken an die Opfer der Schoah zum Angriff auf jüdisches Leben missbraucht, muss mit aller Härte der Gesetze verfolgt werden.»

Tswi Herschel wurde nach Angaben der Gedenkstätte Yad Vashem am 29. Dezember 1942 im niederländischen Zwolle geboren. Während seine Eltern im Sommer 1943 in das Vernichtungslager Sobibor deportiert und dort ermordet wurden, überlebte Herschel bei einer protestantischen Familie. 1986 wanderte er nach Israel aus. Das Gespräch mit Herschel erfolgte in der Reihe «Erinnerung im Wohnzimmer».

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